Content Promotion

Content Promotion dreht sich in der Regel darum neue Inhalte zu verfassen, auf der Neue Augen auf alten Content lockeneigenen Website zu veröffentlichen und anschließend zu bewerben. Heute möchte ich mich aber darauf konzentrieren das Maximum aus bereits bestehenden Inhalten herauszuholen.

Wenn wir einen neuen Kunden gewinnen, hat dieser in den meisten Fällen bereits etliche Artikel veröffentlicht. Anstatt kostspielig neue zu verfassen, nutzen wir lieber bereits bestehende Ressourcen.

Zu Beginn sollten die Inhalte in zwei Kategorie eingeteilt werden: Artikel die unbemerkt geblieben sind und solche die nur wenig Aufmerksamkeit erzeugt haben.

•    Unbemerkt: Der Inhalt wurde veröffentlicht, aber niemand hat es mitbekommen. Es entstanden keine Links, er wurde nicht in sozialen Netzwerken geteilt und es gibt nur sehr wenige Besucher die sich hierher verirren.
•    Wenig Aufmerksamkeit: Der Inhalt wirde veröffentlicht, wurde auch gelesen, hat aber nie sein ganzes Potential entfalten können. Das trifft wohl auf 99% aller Inhalte zu.

Zu Beginn sollte man sich bei der Content Promotion um jene Inhalte kümmern, die unbemerkt geblieben sind. Hier kann man am einfachsten Erfolge erzielen. Jedoch trifft das nicht auf alle veröffentlichten Texte zu…

Das wahre Potential für die Content Promotion bestimmen

Manchmal ist es gar nicht so leicht Inhalte zu finden, die niemand gefunden hat. In der Regel lohnt sich ein Blick in die XML Sitemap. Hier sollten alle Inhalte gelistet sein. Falls nicht muss das schleunigst behoben werden. Mit Tools wie dem Ahrefs Site Explorer kann überprüft werden, wie viele Backlinks und Social Shares die einzelnen Beiträge haben.
In vielen Fällen sind diejenigen die den Content produzieren auch erstklassige Ansprechpartner. Sie sind meist sehr stolz auf ihre Arbeit und merken sich, wenn ein Text nur wenig Liebe erfahren durfte. Auch Google Analytics kann beim Identifizieren behilflich sein.
Du solltest eine Excel-Tabelle mit allen Inhalten anfertigen. Diese sollte folgende Informationen enthalten:

•    Die URL
•    Das Thema
•    Die Länge
•    Die Keywords (falls vorhanden)
•    Wie gut der Artikel ist (ich verwende eine Skala von 1-10)

Die Inhalte aufbessern

Wenn man einen kritischen Blick auf den Content der meisten Kunden wirft wird klar, dass er nicht perfekt ist. Vor einiger Zeit haben wir einen Anruf von einem Unternehmer bekommen. Er googelte SEO Mainz, fand unsere Website und war auf der Suche nach Neukunden. Zuvor hatte er eine Agentur beauftragt, die ihm versprach jede Woche einen Blogpost zu verfassen und dadurch auf magische Art und Weise seine Rankings zu verbessern. Die Agentur veröffentlichte minderwertigen Texte. Für diese Content Promotion zu betreiben wäre eine Verschwendung. Sie komplett in den Müll zu werfen aber auch. Also machen wir uns an die Arbeit und verbessern sie wo wir nur können.

Um festzustellen wie das gemacht werden kann, lohnt sich eine Google-Suchanfrage zu dem Thema. Was bieten die ersten 10 Treffer, was die Seite des Kunden nicht bietet? Wie können wir dem Leser mehr bieten als die Konkurrenz? Fehlt es vielleicht an guten Bildern, oder sogar einem Video?

Inhalte aktualisieren

Wenn ein Artikel bereits etwas in die Jahre gekommen ist, hat sich seit dem Zeitpunkt der Veröffentlichung viel getan. Die Welt dreht sich immer weiter und einige Informationen des Textes sind veraltet. Das ist aber kein Grund ihn zu löschen und einen neuen zu schreiben. Mit einigen Aktualisierungen ist er wieder wie neu und kann beworben werden.

Neu formatieren

Der Text für die Content Promotion muss vernünftig formatiert seinWer Content Promotion machen will, sollte dafür sorgen, dass die Texte anständig formatiert sind. Nur so sind sie für den Besucher gut zu lesen und übersichtlich gestaltet. Es sollten vernünftige Zwischenüberschriften gefunden werden und auch das Einbauen von Tabellen und Aufzählungen ist sehr hilfreich. Niemand möchte von einer Textwand erschlagen werden.

Auch hilft es wichtige Schlagwörter fett zu markieren, essentielle Phrasen zu unterstreichen und Zitate als solche kenntlich zu machen.

Existierenden Content promoten

Nun da die Inhalte überarbeitet und verbessert sind, ist es an der Zeit sie zu promoten. Die folgenden fünf Möglichkeiten haben sich dabei in der Vergangenheit sehr bewährt.

1. Melde dich bei Leuten die ähnlichen Content geteilt haben

Wer Content Promotion betreiben will, sollte sich zunächst aktiv bei Publishern melden. Wer würde da eher in Frage kommen als jemand, der bereits ähnlichen Content mit seiner Leserschaft geteilt hat?

Diese Menschen ausfindig zu machen ist leider ein manueller Prozess. Ich suche nach allen Keywords die für das Thema interessant sind, erstelle eine Liste aller Websites, gebe die URLs bei Ahrefs ein und sehe so wer sie verlinkt hat. Genau bei diesen Menschen möchte ich mich anschließend melden.

Hier sollte man nichts überstürzen. Ein erster Kontakt sollte immer angenehm und nicht zu fordernd sein. Mach dich mit dem Besitzer der Website bekannt, tausche Kontaktdaten aus und etabliere eine Beziehung. Erst dann solltest du ihr oder ihm vorschlagen, dass er deine Inhalte seiner Leserschaft präsentiert.

2. Defekte Links finden

Täglich entstehen und verschwinden Websites. Viele derer die verschwinden hatten bereits Niemand will defekte Links auf seiner Seiteeinige Backlinks und hinterlassen nichts ahnende Webmaster die nun defekte Links auf ihrer Website haben. Mit der Wayback Machine kannst du dir die ehemals hier veröffentlichten Inhalte ansehen und überprüfen, weshalb eine Verlinkung zu der Seite gesetzt wurde. Falls dein Inhalt die Aspekte ebenfalls abdeckt, kannst du den Webmaster auf den defekten Link aufmerksam machen und ihm vorschlagen deine Seite anstelle der defekten zu verlinken.

Am schnellsten findest du tote Links, wenn du Websites aus deiner Branche findest, die eine Ressourcenseite haben. Mit der Chrome Erweiterung Check my Links kannst du innerhalb kürzester Zeit alle Verlinkungen überprüfen.

3. Eine neue Zielgruppe

Idealerweise hat man beim Schreiben eines Artikels eine genaue Zielgruppe im Kopf. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Das kann auch der Grund dafür sein, dass ein Artikel keinen Anklang findet. Das ist jedoch kein Beinbruch. Auch nachträglich kann man sich Gedanken darüber machen, wen das Thema interessieren könnte und den Text dahingehend anpassen.

Falls er bereits auf eine Zielgruppe zugeschnitten ist aber trotzdem nicht angenommen wurde, ist es vielleicht die falsche. Überlege dir eine alternative Zielgruppe. Beispielsweise sind Texte nicht immer nur für Deutsche interessant. Auch Österreicher und Schweizer könnten Interesse daran haben und dich verlinken.

4. Traffic kaufen

Die Möglichkeiten sehr targettierten Traffic zu kaufen sind im Laufe der letzten Jahre immer besser geworden. Es gibt sehr viele unterschiedliche Plattformen die dir erlauben Werbung zu schalten und interessierte Besucher auf deine Website zu holen. Besonders zu erwähnen ist hier AdWords und Facebook. Während man bei AdWords einzelne Suchbegriffe bewirbt, verfasst man bei Facebook über eine Fanpage einen Beitrag und kann diesen einer vorher ausgewählten Zielgruppe anzeigen lassen. Macht man seinen Job gut, bekommt man viele neugierige Augen auf die Beiträge und erhöht nicht nur die bezahlte, sondern auch die organische Reichweite sehr.

5. Pressemitteilungen

Content Promotion durch PresseportalePresseportale wurden viele Jahre zum Linkbuilding missbraucht und einige Portale wurden im Zuge dessen sogar abgestraft.

Lesetipp: Abstrafungen durch Google vermeiden

Aus diesem Grund sind viele der Meinung, dass man sie meiden sollte. Sie sind jedoch eine tolle Möglichkeit Menschen zu erreichen, die Interesse an den vorgestellten Themen haben könnten. Wichtig dabei ist, dass man wirklich etwas neues präsentiert, das richtige Presseportal auswählt und eine interessante Geschichte erzählt. Man muss es schaffen unter den vielen Pressemitteilungen heraus zu stechen. Das gelingt am besten mit einem guten Titel und einem Bild das die Aufmerksamkeit auf sich lenkt.

Es gibt viele kostenfreie Presseportale, es lohnt sich jedoch auch einen Blick auf die kostenpflichtigen zu werfen. Diese veröffentlichen meist deutlich hochwertigere Inhalte und sind deshalb besser für die Content Promotion geeignet. Außerdem sind die Chancen hier größer einen Publisher zu finden, der den Text mit seiner Leserschaft teilt.