8 Tipps für bessere lokale Rankings & mehr Traffic

Local SEO kann manchmal etwas verwirrend sein und ständig ändern sich die Regeln. Noch vor einigen Jahren konnte man mit Spam sehr viel erreichen. Man erstelle einfach in jeder deutschen Stadt einen Eintrag und konnte so sehr viel Traffic bekommen. Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei. Google hat den Algorithmus angepasst und die Menschen haben gelernt besser mit Suchmaschinen umzugehen und mit erzielten Suchanfragen irrelevante Ergebnisse auszublenden.

Die meisten Suchanfragen werden von mobilen Geräten aus gestellt und Google ist in der Lage die Position des Suchenden festzustellen. Dies wird bei der Anzeige der Suchergebnisse berücksichtigt. Da viele unserer Kunden lokale SEO bei uns gebucht haben, arbeiten wir ständig unsere Strategie zu perfektionieren und erstklassige Ergebnisse zu erzielen. Viele Unternehmer haben aber nicht das Budget um einen Profi anzuheuern. Aus diesem Grund habe ich 8 hilfreiche Tipps zusammengetragen, mit denen man bereits einige Erfolge verbuchen kann.

1. Die On-Page Optimierung perfektionieren

Mit der Zeit habe ich bemerkt, dass viele Unternehmer nicht gerne mehrere Unterseiten für einzelne Suchbegriffe anlegen wollen, sondern lieber alle Suchbegriffe auf der Startseite untergebracht haben möchten. Das ist dämlich und führt nicht zum gewünschten Ergebnis. Für die verschiedenen Suchbegriffe sollten perfekt auf sie zugeschnittene Unterseiten erstellt werden. Wenn mehrere Suchbegriffe eingebunden werden sollen, ist das nicht möglich.

Der Titel der Seite, H1, H2, die Beschreibungen der Bilder und auch die Inhalte auf der Seite sollten alle darauf abzielen ein einziges Keyword zu ranken. Wer WordPress verwendet kann sich SEO Yoast installieren und bekommt angezeigt welche On-Page Faktoren noch zu überarbeiten sind. Die kostenfreie Version reicht in aller Regel vollkommen aus.

Eine Seite perfekt auf ein Keyword abzustimmen braucht zwar etwas Zeit und Knowhow, kostet aber kein Geld. Über die eigene Seite hat man die volle Kontrolle und es gibt keinen Grund hier nicht so sorgfältig wie möglich vorzugehen und das Maximum herauszuholen.

2. Die Website muss responsive sein!

Wer sich bei einem Profi eine Website erstellen lassen will, braucht in der heutigen Zeit gar nicht zu erwähnen, dass sie responsive sein soll. Dennoch bekommen wir viele SEO Anfragen von potentiellen Kunden, deren Websites sich nicht automatisch an die Bildschirmgröße des Besuchers anpassen. Sie sehen aus als seien sie im Jahre 1998 erstellt wurden und fallen bei Google Mobile Test gnadenlos durch. Besonders auf kleinen Smartphonebildschirmen kann man die Inhalte kaum erkennen, geschweige denn die Links klicken. Das ist ein riesiges Problem, da die meisten Besucher erfahrungsgemäß mit einem Smartphone unterwegs sind.

Wenn ein lokaler Anbieter eine responsive Website hat, kann er genau so gut den Laden abschließen und in Rente gehen. Unternehmer sind oft der Meinung, dass eine solche Website viel Geld kostet und einige Webdesigner verlangen tatsächlich einen enormen Preis für die Arbeit. Ich habe Angebote gesehen, die bei bis zu 40.000€ lagen. Ein qualitativ hochwertiges responsive Design ist aber schon bereits für einen niedrigen vierstelligen Betrag zu haben.

Das Budget sollte kein Thema sein. Jeder Unternehmer wird den Betrag zusammenkratzen können, wenn es darum geht neue zahlende Kunden zu gewinnen. Die Investition lohnt sich immer.

3. Die Inhalte müssen hervorragend sein

Bevor ich Sacando gegründet habe, habe ich lange Inhalte für andere Agenturen als Freelancer verfasst. Einige hatten keinerlei Qualitätsansprüche und bekamen von ihren Kunden mickrige Budget. Erst gestern haben wir eine SEO Anfrage aus Mainz bekommen, die wir leider ablehnen mussten. Die Inhalte auf der Website des Kunden waren so schlecht, dass wir sie alle ersetzen müssten und dazu war der Kunde nicht bereit. Der Blog war voller Beiträge die maximal 500 Wörter umfassten, keine Bilder beinhalteten und keinerlei Mehrwert boten. Die Arbeit hätten sie sich sparen können.

Selbst wenn man SEO für einen Moment ausblendet sollte man sich fragen was potentielle Kunden denken, wenn sie einen Blick auf den Blog werfen und nur minderwertige und lieblose Inhalte finden. Sie werden denken, dass Sie mit der gleichen Lieblosigkeit an erteilten Aufträgen arbeiten und sich lieber Ihrer Konkurrenz zuwenden.

Von Google wissen wir, dass das Unternehmen lange und vor allem hilfreiche Inhalte bevorzugt. Wer selbst keine guten Inhalte produzieren kann, kann einen guten Texter finden und die Arbeit outsourcen. Dazu muss man nicht viel Geld in die Hand nehmen. Schon für 100€ bekommt man einen sehr umfangreichen Text mit Mehrwert. Einer von diesen im Monat ist deutlich besser als 10 minderwertige.

4. Die richtigen Keywords auswählen

Vor einigen Monaten bekamen wir eine Kontaktanfrage von einem Restaurant, das in einem Dorf mit weniger als 20.000 Einwohnern lag. Der Inhaber legt sehr viel Wert auf Suchmaschinenoptimierung und hat davor bereits eine Agentur beauftragt. Um an die bereits erzielten Erfolge anknüpfen zu können ließ ich mir alle SEO-Reports der Agentur zuschicken und arbeitete sie durch. Als ich sah woran gearbeitet wurde staunte ich nicht schlecht.

Zwei der ausgewählten Suchbegriffe waren “Restaurant” und “Italiener”. Mal ganz davon abgesehen, dass die Konkurrenz für diese Suchbegriffe brachial ist und das Budget eines kleinen Restaurants niemals reicht um dafür ranken zu können, würden sie daraus auch keinen Gewinn ziehen. Was nützt es einem Restaurant in einem kleinen Kaff in Rheinland-Pfalz, wenn jemand in Hamburg auf ihre Website kommt? Darüber hinaus war die Website nicht einmal in den Top 200 für die Keywords.

Hier wurde sehr viel Geld aus dem Fenster geworfen. Es wurden teure Links gekauft, obwohl nicht einmal die On-Page Optimierung abgeschlossen war. Innerhalb von zwei Wochen tauchte die Website für die von uns ausgewählten Suchbegriffe auf und nach weiteren drei Wochen war die Website des Restaurants in den Top 3 positioniert. Wer die richtigen Keywords auswählen, zieht die richtigen Besucher an und kann sich die Konkurrenz selbst aussuchen. So erreicht man deutlich schnellere Ergebnisse und der Kunde kann Umsatz machen.

5. Keyworddichte vergessen

Noch vor gar nicht langer Zeit haben Agenturen sehr stark auf die Keyworddichte geachtet. Mindestens jedes 20. Wort sollte das Keyword sein und die Ergebnisse waren phänomenal. Einige Jahre später wurden die ersten Seiten abgestraft und man reduzierte die Keyworddichte auf 3%. Heute ist es unvorstellbar wie wir damals gearbeitet haben, doch die Rankings gaben uns Recht. Heute spielt die Keyworddichte keine Rolle mehr und in vielen Fällen reicht es den Suchbegriff ein einziges Mal im Content der Website zu platzieren. Auch der Ankertext der Links spielt keine so große Rolle mehr. Google ist schlauer geworden und erkennt aus den publizierten Inhalten worum es auf der Website geht.
Heute muss man sich viele Gedanken darum machen, ob man die Website des Kunden nicht überoptimiert hat und eine Abstrafung riskiert. Anstatt hier an die Grenzen des Möglichen zu gehen sollte man lieber daran arbeiten frische Inhalte zu veröffentlichen und legitime Links aufzubauen.

6. Die Citations ständig erweitern und beobachten

Bei der lokalen Suchmaschinenoptimierung spielen Citations, also Erwähnungen in Branchenbüchern, sozialen Profilen und ähnlichem eine große Rolle. Wenn für das Unternehmen bereits mehrere Agenturen tätig waren, sollte man zunächst einen Blick auf die bereits erstellten Citations werfen. Dabei gibt es drei Dinge auf zu geachtet werden sollte:

1. Gibt es doppelte Erwähnungen

Wer die Arbeit outsourct hat häufig damit zu kämpfen, dass Anbieter in einem Branchenbuch mehrmals einen Eintrag erstellen. Diese sollten entfernt werden.

2. Falsche Einträge

Es kann passieren, dass die Adresse, die Telefonnummer, der Name oder die E-Mail des Unternehmens sich geändert hat. Selbst Zahlendreher oder ein Tippfehler können hier zu Problemen führen. Solche Einträge gehören korrigiert oder gelöscht.

3. Irrelevante und minderwertige Einträge

Nicht jede Citation hat einen positiven Effekt auf die Rankings. Eintragungen in Portalen die nichts mit der Branche des Unternehmens zutun haben sollten gelöscht werden. Genau so verhält es sich mit Einträgen auf Websites die keinerlei Traffic bekommen und voller Spam sind.

Citations können entweder via Google (Suche nach der Telefonnummer, der E-Mail, den Namen,… gefunden werden), oder durch einen Dienst wie Moz Local.

7. Echte Social Signals erarbeiten

Seit einiger Zeit ist jedem SEO klar, dass Social Signals ein wichtiger Rankingfaktor sind und ein Unternehmen an der Präsenz in sozialen Netzwerken arbeiten sollte. Viele versuchen diesen Faktor zu faken, da es aufwändig ist echte Follower zu generieren. Von Bots kreierte Social Signals haben keine positive Auswirkung, weshalb einige Agenturen diesen Rankingfaktor vollkommen ignorieren.

Echte Social Signals bekommt man auf folgendem Wege:
1.    Gute Inhalte publizieren
2.    Die Follower dazu animieren die Beiträge zu teilen
3.    Eine E-Mail Liste aufbauen und auch hier zum Teilen anregen

Einige Discotheken in Köln sind sehr aktiv auf den sozialen Netzwerken und wissen wie sie ihre Follower zum Teilen anregen können. Wer bei einem Beitrag auf Like oder Share drückt, bekommt vergünstigten Eintritt. Ähnliche Aktionen können für Unternehmen aller Art ausgedacht werden.

8. Google Websmaster Tools bringen wichtige Einblicke

Einer der ersten Ratschläge dich ich bekam als ich mich vor etwa 7 Jahren das erste Mal mit SEO beschäftigte war, dass ich meine Website unter keinen Umständen bei Google Webmaster Tools eintragen sollte. So würde ich Google die Möglichkeit geben jeden meiner Schritte genau zu verfolgen und riskiere eine Abstrafung. Einige Jahre hatte ich tatsächlich Angst davor. Mittlerweile weiß ich jedoch, dass Google wichtigere Probleme hat.

GWT ist besonders gut dazu geeignet nachzuvollziehen was die Besucher bei Google eingetippt haben um anschließend auf der Website des Kunden zu landen. So bekommt man viele neue Keywordideen an denen man arbeiten kann. Anders als bei allen anderen Tools wird man hier nicht mit Schätzungen und Mutmaßungen, sondern mit exakten Ergebnissen beliefert.

Lokale Suchmaschinenoptimierung für umkämpfte Suchbegriffe zu machen kann sehr mühsam und fordernd sein, doch besonders in kleinen Städten kann man mit diesen 8 Basics schon tolle Ergebnisse erzielen und mit geringem Aufwand neue Kunden erreichen.