11 SEO Fehler die Anfänger unbedingt vermeiden müssen

Online Geld verdienen und Besucher für eine Website gewinnen ist einfach. Alles was man dazu benötigt ist eine konvertierende Website und etwas SEO. Wie schwer kann das schon sein?

Über die Jahre ist die Suchmaschinenoptimierung so komplex geworden, dass man sich sehr mit dem Thema beschäftigen muss um Erfolge verbuchen zu können. Es gibt unzählige Videos, Kurse, Blogs und Foren die von selbsternannten Profis betrieben werden und mit teilweise widersprüchlichen Informationen auf Unternehmer und Berufseinsteiger warten.

Wem soll man da noch glauben schenken können? Woher bekommt man verlässliche Informationen mit denen man sich im Bereich der SEO bilden kann?

Ich empfehle stets allen Experten Gehör zu schenken. Es gibt kein Erfolgspatent bei der Suchmaschinenoptimierung. Mit der Zeit muss man verstehen welche Techniken einem weiterhelfen und welche einen in Probleme navigieren. Anschließend nimmt man einige der Tipps der Profis, hinterfragt sie, erstellt eine auf die Nische und die Konkurrenz abgestimmte Strategie und zieht diese durch.

Um besser einschätzen zu können was funktioniert und was nicht habe ich die 11 häufigsten Fehler der SEO-Anfänger aufgelistet. Diese solltest du in jedem Fall vermeiden!

1. Ungeduldig sein und sofort Ergebnisse erwarten

SEOs brauchen Geduld und müssen auf Rankings warten könnenDie Platzierungen in den Suchergebnissen der Suchmaschinen ändern sich nicht über Nacht, egal was für Versprechungen gemacht wurden. Es dauert einige Wochen und Monate bis Ergebnisse sichtbar werden. natürlich gibt es Ausnahmen zu dieser Regel. Wenn man an der Website eines Unternehmens in einer winzigen Stadt ohne jegliche Konkurrenz arbeitet, kann es auch schon mal deutlich schneller gehen.

Viele unseriöse SEO-Agenturen versprechen rasante Ergebnisse und “belegen” diese durch Resultate die sie in der Vergangenheit erzielt haben. In der Regel wurde hier an Keywords gearbeitet, die keinerlei Suchvolumen und Konkurrenz aufweisen. Manchmal gehen diese Agenturen sogar so weit und bieten die Optimierung auf Suchbegriffe die niemand sucht unwissenden Unternehmen an. Diese zahlen einen kleinen monatlichen Betrag dafür, werden mit schnellen Rankings beglückt die als Referenz bei neuen Kunden verwendet werden können, bekommen aber keinerlei Traffic und keinen Umsatz.

Wer Ergebnisse will, die eine positive Rendite bringen, muss etwas Geduld mitbringen. Wir sagen unsere Kunden, dass es in der Regel 3-6 Monate dauert bis unsere Arbeit Früchte trägt. Hier kommt es vor allem auf die Konkurrenz und die Ausgangsposition an. SEO ist harte Arbeit.

2. Den falschen Ankertext beim Linkbuilding verwenden

Der Ankertext der Backlinks ist ein gutes Werkzeug um einen positiven Einfluss auf die Rankings der Website zu nehmen, Jedoch sei gesagt, dass man hier mit dem Feuer spielt. Viele Einsteiger und unseriöse Agenturen versuchen überall die gewünschten Keywords einzubauen und gehen somit das Risiko ein von Google abgestraft zu werden und aus dem Index zu fliegen.

Beim Linkbuilding sollte man sich darauf konzentrieren hochwertige Verlinkungen aufzubauen und die Domain Authority der Website zu steigern. Durch die gesteigerte Authority wird es deutlich leichter durch eine gute On-PAge Optimierung und eine Hand voll Links für Longtail Keywords organisch gerankt zu werden und so schnellen Traffic zu generieren. Hier muss man den Ankertexten kaum Beachtung schenken und bleibt auf der sicheren Seite. Wer hier zu häufig die Keywords einbaut zeigt Google, dass man den Algorithmus austricksen will und das kann sehr negative Folgen mit sich bringen.

3. Keywords nach Suchvolumen und nicht nach Suchintention auswählen

Ein Einsteiger wirft in der Regel den Google Keyword Planer an, sucht Keywords für die Branche raus und geht ans Werk. Entscheidender Faktor ist das Suchvolumen, denn man will ja schließlich viele Besucher auf der Website haben. Die Suchintention wird dabei vollkommen außer Acht gelassen.

Dass dies eine schlechte Idee ist zeigt sich vor allem bei lokal agierenden Unternehmen. Ein Zahnarzt aus Köln hat herzlich wenig davon, wenn jemand “Zahnarzt” in München googelt und auf seine Website gelangt. Niemals wird hier ein neuer Patient durch die Türe kommen. Auch wenn das Suchvolumen für “Zahnarzt Köln” “Zahnarzt in Köln” “Kölner Zahnarzt” etc geringer ist, wird das Ergebnis deutlich besser sein. Auch Suchbegriffe wie “Zahnreinigung Köln”, “Bleaching Köln” usw sollten Verwendung finden und sorgen dafür, dass der Umsatz des Zahnarztes nachhaltig gesteigert wird.

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4. Den Sinn günstiger Linkpakete nicht verstehen

Ohne passendes Budget gibt es keinen ErfolgEin wichtiger Aspekt der Suchmaschinenoptimierung ist die Linkdiversifikation. Es ist unwahrscheinlich, dass eine Website nur Verlinkungen von den besten Quellen der Branche bekommt. Üblicherweise entsteht über die Jahre ein Mix aus etlichen Links, sodass sie alle ihre Daseinsberechtigung haben. Wer sie jedoch falsch einsetzt kann denn Kunden und die eigene Website einem großen Risiko aussetzen.

Wir investieren viel Zeit und Geld um mit Bloggern in Kontakt zu treten und hier Verlinkungen für unsere Kunden zu platzieren. Diese sind von höchster Qualität und bringen gute Ergebnisse, jedoch müssen sie durch Verzeichniseinträge, Social Signals, Pressemitteilungen, Web2.0s und vieles mehr ergänzt werden um die volle Wirkung entfalten zu können.

Der Kauf eines Linkpaketes auf Ebay, Fiverr oder einem anderen SEO Marktplatz führt in vielen Fällen dazu, dass eine Website abgestraft wird. Danach ist das Geheule groß und die Schuld wird beim Anbieter gesucht. Dieser hat jedoch nur das geliefert was versprochen wurde. Das Problem ist vielmehr, dass die Links falsch eingesetzt wurden.

5. AdWords Anzeigen komplett ausblenden

Mit AdWords hat Google seinen Kunden die Möglichkeit gegeben innerhalb kürzester Zeit auf den vordersten Positionen zu erscheinen. Je nach durchschnittlichem Gebot und SEO-Konkurrenz kann es durchaus Sinn ergeben lieber für jeden Klick zu zahlen als sich monatelang um organische Rankings zu bemühen.

6. Kein ausreichendes Budget zur Verfügung haben

Ein kleines Unternehmen in einem Kaff mit geringer Konkurrenz kann bereits für ein paar hundert Euro im Monat tolle Ergebnisse erzielen. Wer jedoch in einer deutschen Großstadt ansässig ist sollte sich im klaren sein, was mit einem kleinen Budget zu erwarten ist.

Wer sich als Immobilienmakler in Berlin einen Platz an der Spitze erarbeiten will, stellt sich einer mächtigen Konkurrenz. Die ersten Treffer werden von Unternehmen gehalten die monatlich 10.000€ und mehr in SEO investieren und daraus eine stattliche Rendite generieren. Hier mit einem kleinen Budget zu starten wird sehr wahrscheinlich nicht in einer Positionierung in den Top 5 resultieren.

Unternehmen die langfristige Ergebnisse wollen, aber dennoch nur ein kleines Budget zur Verfügung haben, sollten sich zu Beginn nicht mit den Großen der Branche anlegen. Hier ist es sinnvoller Suchbegriffe mit einem kleinen Suchvolumen ins Auge zu fassen und anschließend Schritt für Schritt zu expandieren.

7. Zu viel dünner Content

Jedem sollte mittlerweile klar sein, dass Content wichtig ist. Im Jahre 2016 hat fast jede Website einen Blog und die meisten Anfänger denken, dass man diese lediglich mit Wörtern füllen muss um anschließend auf magische Weise gute Rankings zu bekommen. Das ist so natürlich nicht der Fall.

Wenn man einen Blick auf die Angebote der Freelancer wirft wird schnell klar, dass viele Texter Artikel mit etwa 500 Wörtern verkaufen. Prinzipiell ist daran nichts falsch, wenn der Text informativ und hochwertig ist. Probleme treten jedoch auf, wenn diese Texte voller Keyword sind und dem Leser keinen Mehrwert bieten. Ein echter Blog wird wohl kaum immer Artikel mit circa 500 Wörtern veröffentlichen. Einige Beiträge werden zwar etwas kürzer sein, ein guter Blog publiziert aber meist Artikel mit einigen tausend Wörtern. Um dem Leser ein angenehmes Erlebnis zu verschaffen sollten auch Bilder, Videos, Infografiken und Audios eingebunden werden. Es ist besser einmal in der Woche einen guten Beitrag zu posten anstatt jeden Tag einen schlechten.

8. Eine neue Website nicht mit einem https Zertifikat ausstatten

Die Besucher vor Gefahren schützenZu https gibt es viele unterschiedliche Meinungen, doch Google selbst hat bestätigt, dass dies nun einer der vielen Rankingfaktoren ist. Eine alte Website mit einem https Zertifikat auszustatten ist sehr viel Arbeit, da alle Verlinkungen geändert werden müssen. Wenn hier ein Fehler begangen wird, ist der Erfolg der Website gefährdet. Aus diesem Grund ziehen wir keine unserer bereits erfolgreich laufenden Internetpräsenzen um. Wer jedoch eine neue Website startet hat keinen Grund kein https Zertifikat zu holen.

Viele Registrar vergeben diese sogar kostenfrei wenn man bei ihnen die Domain und ein passendes Hosting ersteht. Dieser kleine Vorteil kann im Wettbewerb mit der Konkurrenz entscheidend sein.

9. Google Analytics außer Acht lassen

Mindestens einmal in der Woche lese ich irgendwo, dass man Google Analytics lieber meiden sollte, da man Google ansonsten die Chance gibt einen auszuspionieren. Eine solche Paranoia an den Tag zu legen ist meistens nicht sinnvoll und Google Analytics bietet etliche Möglichkeiten die kein anderes Tool hat.

Durch das Beobachten der Statistiken kann man Rückschlüsse darüber ziehen wo der wertvolle Traffic hergekommen ist und die Quelle stärker forcieren. So können die Bemühungen effektiv skaliert werden, was mehr zielgerichtete Besucher um Umsatz verspricht.

10. Der On-Page Optimierung nicht die nötige Beachtung schenken

Einsteiger sind häufig von Backlinks fasziniert und sind ständig auf der Suche nach neuen Quellen. Sie sind zwar einer der wichtigsten Rankingfaktoren, aber dennoch sollte im Vordergrund stehen dem Besucher das zu bieten was er sucht.
Wer sich selbst in das Thema einließt kann die Arbeiten völlig umsonst erledigen und so bereits gute Fortschritte erzielen. Durch eine gute On-Page Optimierung haben die aufgebauten Verlinkungen eine deutlich verstärkte Wirkung und so hat man später beim Linkbuilding mehr Freude und weniger Arbeit.

Es gibt viele Anleitungen zur On-Page Optimierung und auch ein paar kostenfreie Tools die gute Hilfe leisten. An den gegebenen Ratschlägen kann man sich Schritt für Schritt orientieren und viel über Googles Vorgehen lernen.

11. Die Anzahl der Links über die Qualität dieser stellen

Qualität ist wichtiger als Quantität! Das gilt in sehr vielen Bereichen des Lebens, doch für die Suchmaschinenoptimierung galt dies lange nicht. Wer bereits lange im Geschäft ist wird sich daran erinnern können, dass man mit etlichen Spamlinks wunderbare Ergebnisse erzielen konnte, doch diese Zeiten sind vorbei.

Ein Link von einer themenrelevanten Website der echte Besucher zum Kunden oder der eigenen Website bringt ist um ein vielfaches stärker als 100 Links auf unbesuchten Portalen.

Das Fazit

Es gibt zahlreiche Fehler die man bei der Suchmaschinenoptimierung machen kann und schnell die viele harte Arbeit zunichte machen können. Es kommt häufig vor, dass viele Arbeitsstunden und tausende Euros in SEO investiert werden und innerhalb weniger Stunden deindexiert Google die Website und alles war umsonst. Dies ist ein schreckliches Gefühl und man muss wieder ganz von vorne anfangen.

Wer die oben genannten Fehler vermeidet hat gute Chancen tolle Resultate zu erzielen. Mit etwas Geduld und hochwertiger Arbeit wird man irgendwann die Konkurrenz hinter sich lassen können. Dennoch ist es wichtig, dass man sich nicht nur auf organischen Traffic verlässt, sondern auch hier diversifiziert. Man weiß nie was Google sich Morgen ausdenkt und generell ist es keine gute Idee ein Unternehmen und eine Website nur von einer Besucherquelle abhängig zu machen.